JOURNALISTIN: Sehr geehrter Herr Festl, sehr geehrter Herr Maas, sie haben nun seit fast drei Jahren eine gemeinsame Galerie in Reutlingen, wie kamen sie auf die Idee?
FESTL: Eigentlich handle ich mit hochwertigen Kontrabässen und veranstalte regelmäßig Jazzkonzerte. Bei einem solchen Konzert fanden Herr Maas und ich heraus, dass Musik und Malerei einander ergänzen. So kam es zur gemeinsamen Gründung der ARTGALLERY Festl & Maas. JOURNALISTIN: Welchen Schwerpunkt haben sie in ihrer Galerietätigkeit? MAAS: Wir präsentieren zeitgenössische Malerei, die mit ihren modernen Sujets vielseiti-ge Ausblicke in die Zukunft weist, gleichzeitig fühlen wir uns unserer Region verbunden, zeigen Künstler aus den Raum Reutlingen und im weiteren gewinnt, was den Umsatz be-trifft, der klassische Kunsthandel immer größere Bedeutung. JOURNALISTIN: Apropos Zukunft, sie haben nun ein neues Projekt vor und wollen über Reutlingen hinaus agieren. MAAS: Wir haben gute Erfolge hier in Reutlingen und dieses positive Feedback ermutigt uns, nun auch nach Berlin zu gehen. Eine Kunstmetropole, in der besonders junge, zeit-genössische Kunst präsentiert wird. JOURNALISTIN: Nun gibt es ja dort schon sehr viele Galerien ... FESTL: Ja, aber unsere Galerie hat ein besonderes Potential an Künstlern mit dem Schwerpunkt moderne Malerei. Zudem wählen wir bewusst in Berlin auch einen Ort aus, der sehr starke Bezüge zu Künstlern des beginnenden 20. Jhdts hat. JOURNALISTIN: Sie spielen damit auf Berlin-Grunewald an, wo Ihre Galerie eröffnet wird? MAAS: Dieser Ort inspirierte schon vor hundert Jahren Künstler, die bedeutende Werke der Nachwelt hinterlassen haben. Wir wollen dort aktuelle Bezüge zur Malerei herstellen und später, wie auch hier in Reutlingen, Konzerte veranstalten. JOURNALISTIN: Was bringt Ihr Engagement in Berlin den Reutlingern? MAAS: Nun ja, zum einen werden wir sicherlich den einen oder anderen aus Reutlingen in Berlin zeigen, z.B. könnte dies Winand Victor sein, der nächstes Jahr seinen 90ten Ge-burtstag feiern kann und aus unserer Sicht einer der wichtigeren Künstler aus unserer Region ist, zum anderen möchten wir die Innovationen, die wir in Berlin finden und auch selber entwickeln werden, nach Reutlingen bringen und so die Kulturlandschaft hier wei-ter mitgestalten, sicherlich auf einer nächst höheren Ebene. JOURNALISTIN: Nun, da bleibt mir gar nichts anderes übrig, als ihnen viel Glück zu wünschen.