Es spielen: Bernhard Hurm, Gina Maas
Musik: Frank Schlichter
In der Galerie in Reutlingen: Freitag, 8. April 2009, 20.00 Uhr

In Sebastian Blaus „Schwobaspiegel“ werden die Gesichter der Schwaben in aller Deutlichkeit gespiegelt. Da wird nichts vertuscht, nichts geschminkt ... „Ond weam sei‘ Spiagelbild et gfellt, / weil er sei‘ Gsicht für schöner helt – am Schliff vom Glas leit et dr Bschiß, / dra schuld send seine Muckeschiß.“ Es ist ein fröhliches – aber sehr irdisches – Paradiesgärtlein, das der Autor – bürgerlich Josef Eberle aus Rottenburg – in seinen Gedichten beschreibt. Eine Arche Noah, in der es wimmelt und wuselt von allerlei Kreaturen. Dr Scheraschleifer, dr Schäfer, dr Kurgast, d ’Ahne, d’ Soaltänzere und d’ Nähere, dr Messmer und dr Herr Pfarr’, der Nepomuk, dr Sailer und dr alt’ Fontane. Die Melchinger zeichnen tratschend und lästernd, nachdenklich und tiefsinnig, ein liebevolles Bild des schwäbischen Poeten und seiner Welt.