Konzerte im März 2009

 

Peter Weniger Quartett Do. 5. März 2009 – 20.30Uhr
Peter Weniger (sax), Hubert Nuss (p), Martin Wind (b), Javier Reyes (dr)

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Peter Weniger

Peter Weniger gehört zu den führenden Instrumentalisten der europäischen Jazzszene. Der heute in Berlin lebende Saxofonist nahm im Verlauf seiner bisherigen Karriere unter anderem mit Musikern wie John Abercrombie, Adam Nussbaum, Conrad Herwig, Jeff Hamilton oder Dave Liebman auf und war auch auf CDs und in Konzerten mit Jasper Van't Hoff, Eddie Palmieri, David Friedman, Billy Cobham, Jean Louis Matinier u.a.
zu hören.

Eine aktuelle Allstar - Band deutscher Jazz-Musiker käme ohne sein Saxofon-Spiel nicht aus und sein an Vorbildern wie Sonny Rollins, Stan Getz und Warne Marsh geschultes Spiel ist in new York genauso geschätzt wie in Paris oder Barcelona. Neben seinen Live - Aktivitäten unterrichtet der gebürtige Hamburger seit 1999 auch an der "Universität der Künste" in Berlin.
Für SKIP trat er mit sensiblen solistischen Beiträgen auf dem Album "Blue Summer" von Peter Fessler, der Band Tambour von David Friedman und mit eigenem Projekt in Erscheinung.

Pressestimmen

KULTUR SPIEGEL: "Weniger folgt der Tradition - und klingt doch originell anders."
Jazzzeit: "Paradiesisch".
AUDIO: "Die Musik hat so viele Schichten, dass man bei jedem Hören neues Vergnügen hat."
4 Ohren
Image Hifi: "Klanglich ebenso überzeugend wie musikalisch - Ein fest für schnelle Tieftöner."
Jazzzeitung: "Das Trio-Album präsentiert Weniger als verblüffenden Stilsouverän, der den Hörer von balladesker Intimität bis zu herbem Funk zu führen versteht."
Music Manual: "Der deutsche Vorzeige-Saxofonist gibt Vollgas."
Oberpfalznetz: Peter Weniger hat einen eigenwilligen und unverkennbaren Klang auf dem Tenorsaxophon entwickelt, eine lyrische und sphärische Dimension, die aber auch in gewaltigen Klangkaskaden münden kann.
Kultur Hameln: ...Der Ausnahme-Saxophonist, Jahrgang 1964, liefert eine hinreißende Leistung ab. Der ehemalige Schüler von Saxophon-Guru David Liebman scheint die Reinkarnation von Stan Getz, Charlie Parker, und John Coltrane in einer Person zu sein, spielt ein ums andere Mal bis zur Erschöpfung Solo um Solo, beweist sein großartiges Talent aber auch in kleinen musikalischen Glanzlichtern...

Internet Lines:

...Wenigers mal gehauchten, mal knorzigen, mal exaltiert überblasenen Tenorsaxophon...
...Der Hamburger weiß genau, wann er ausschweifen kann oder sich dezent zurückzunehmen hat. Am Sopransax bläst er die Weisheiten eines ganzen Jahrhunderts durchs Horn, verschweißt die Phonetik von Bechet und Coltrane mit Feuer, Glut und Leidenschaft. Auf dem Tenor dagegen knüpft er luftige Soundgirlanden und beantwortet launig alle Fragen, noch bevor sie überhaupt gestellt werden...
Peter Weniger ist nicht nur ein viel beschäftigter Saxofonist, sondern bildet als künstlerischer Direktor des Jazz-Instituts Berlin auch die künftige Improvisationselite des Landes aus. Vor diesem Hintergrund darf man Wenigers neue CD also getrost als Lehrstunde in den Fächern Ökonomie, Tonschönheit und Mitarbeiterführung bezeichnen. Wenn man den im Geiste des Funk eingespielten Vorgänger "Legal Paradizer" kennt, ist man jetzt schon ein wenig überrascht. Denn bei "Sing Yourself a Dream" handelt es sich um eine sehr ruhige Angelegenheit.

Man hat sich daran gewöhnt, solche Musik als "Kammerjazz" zu bezeichnen. Aber für das, was Weniger und seine Brüder im Feingeiste – Pianist Hubert Nuss, Bassist Martin Wind und Schlagzeuger Hans Dekker – da tun, muss man ein wenig differenzieren. Obwohl die Aufnahme mit zwei Stücken beginnt und endet, die kräftig nach nordamerikanischer Landluft duften (was sich nicht zuletzt auch den wunderbar herben Bass-Soli Martin Winds verdankt), scheint die Inspiration für die CD eher aus Brasilien zu stammen. Und das liegt nicht nur daran, dass Wenigers Quartett unter anderem auch zwei Jobim-Stücke interpretiert.

Die Haltung der Bossa Nova – diese Distanziertheit, diese Coolness, dieser nonchalant lässige Esprit – sie findet sich in vielen Stücken auf "Sing Yourself a Dream" wieder. Sei es in dem wie eine ausgebremste Version von Monks "Misterioso" klingenden "Old Rabbit’s New Habits" oder in dem à la Rilke pantherhaft müde dahinschleichenden "When Lights Are Low".

Und ja: Nur selten verliert der von Stan Getz beseelte Bandanführer da seine Contenance. Wenn es denn mal geschieht, wie in "Remember EJ", wo dem Tenorsax ganz dezent ein paar schmutzige Growls entfahren, freut man sich. Denn (dieser Namenswitz muss mal erlaubt sein): Weniger ist mehr.
Josef Engels, 11.12.2008 Rondo Magazin


> Martin Wind




SUBTONE – Fr. 13. März 2009 – 20.30 Uhr
Magnus Schriefl (tr,flh), Malte Dürrschnabel (sax), Florian Höfner (p), Benjamin Hiesinger (b), Peter Gall (dr)

subtone

.Auch in der Musik gilt das Gesetz, dass das Zusammenspiel von hoch talentierten und professionellen Individualisten zwar Voraussetzung, aber keine Garantie für das perfekte Funktionieren des Teams ist. Lauscht man dem Spiel des Quintetts Subtone, umfängt einen aber gerade dieses Gefühl eines absolut ausgewogenen und perfekt harmonierenden Ensembles.

In der Tat sind mit Magnus Schriefl, (Trompete), Malte Dürrschnabel (Altsaxophon), Florian Höfner (Klavier), Benjamin Hiesinger (Bass) und Peter Gall (Schlagzeug) bei Subtone wahre Einzelkönner am Werk. Alle fünf Musiker stammen aus Süddeutschland und spielten im Bundesjazzorchester, der gemeinsame Weg begann jedoch erst an ihrem Studienort Berlin.

Jeder einzelne reifte in seiner Arbeit mit Größen wie Nils Landgren, Till Brönner, Randy Brecker, Al Porcino oder Kurt Rosenwinkel zu einem außergewöhnlichen Solisten. Nicht zuletzt deshalb konnte mit Subtone ein Ensemble zusammen wachsen, das sich durch unzählige Konzerte im In- und Ausland sowie gefeierte Auftritte z. B. bei Festivals wie dem Bohemia Jazzfest oder dem Palatia Jazz Fetival schnell in der Spitze der internationalen Szene etablierte.

Im Jahr 2007 erlebte Subtone mit dem Auftritt beim weltberühmten Festival „Jazz Baltica“ einen weiteren beeindruckenden Höhepunkt. Nach dem im selben Monat erschienenen und euphorisch rezensierten Debütalbum „High tide“ präsentiert Subtone nun endlich seine zweite CD mit dem Namen „ECHOLOT“ (Skip records). Hier erwarten den Hörer aufregende Geschichten, gemalt in hellen und dunklen Farben, geraden und krummen Takten, mal mitreißend rhythmisch, mal berührende lyrisch, und dabei immer offen für Improvisation und Interaktion.

Denn die fünf Künstler bieten mit ihren raffinierten und einfallsreich instrumentierten Eigenkompositionen eine unerschöpfliche Palette vom voluminösen Big Band-Sound bis zu einem auf das Wesentliche reduzierten Kammermusikklang.

Roland Spiegel, Journalist und Redakteur beim BR, beschreibt sie als „Kompositionen, von denen meiner Meinung nach eine schöner ist als die andere. Für mich lauter mögliche Lieblingsstücke. Diese Stücke haben einen schlüssigen Bogen, fesseln mit oft sehr lyrischen, eingängigen, aber nie simplen Themen und überzeugen nicht zuletzt durch die Eleganz der Stimmführung. Und mit den hervorragenden solistischen Leistungen der Band-Mitglieder ergibt das sehr spannenden und – vor allem – sehr sinnlichen Jazz.“

Neben der absoluten Perfektion am Instrument faszinieren vor allem die Selbst-verständlichkeit, mit der die jungen Musiker auf höchstem Niveau kommunizieren, sowie der originäre und markante Stil des Ensembles. Dieser in seiner Homogenität bestechende Gruppensound ist es wohl, der Größen wie Till Brönner oder Peter Herbolzheimer dazu veranlasste, den Ausnahmekünstlern eine große Zukunft zu prophezeien, und dem Fünfergespann vor Kurzem sowohl den Jury- und Publikums- als auch den Solistenpreis beim Europäischen Jazz Wettbewerb "Tremplin Jazz d'Avignon" einbrachte.

Was Subtone aus anderen Ensembles heraushebt, ist die tiefe Verbundenheit der fünf Spitzenmusiker, welche auch die künstlerische Ebene durchdringt. Der Hörer nimmt diese intensive Verbindung und das grundlegende Verständnis zwischen allen Teilen der Band schon in den ersten Tönen wahr. Das ist aber nur eine Erfolgskomponente dieses außergewöhnlichen Fünfergespannes. Der Rest wird wohl immer ein Geheimnis bleiben, das man zu Recht als Glücksfall bezeichnen darf.

> Subtone




Don Friedman Quartett feat. Ack van Rooyen
Di. 24. März und Mi. 25. März 2009 – 20.30
Uhr
Don Friedman (p), Martin Wind (b), Hans Braber (dr), Ack van Rooyen (tr,flh)


Don Friedmann
Don Friedmann

Don Friedman ist authentischer West Coast'Ler, die inzwischen selten geworden sind. Er spielte in den Fünfzigern mit den First Class Jazz Musikern wie Chet Baker, Ornette Coleman und vielen mehr. Chick Korea's Lob an das Japanische Jazzpublikum ist spätesten seit der CD (Duett) mit Hiromi bekannt.

Don Friedman genießt das weltweite Publikum, darunter auch das viel gelobte Japanische. Bekannt für seinen lyrischen Ausruck ist er unverwechselbar. Im März wird er auf das Publikum bei QQTec treffen, welches nicht weniger als das japanische gelobt wird ein gutes zu sein.

An der University of New York lernte er den charmanten Bassisten Martin Wind kennen, der das letzte Jahr (resident) in Deutschland verbrachte; unter anderem hielt er sich in Köln auf. Er freut sich viele Freunde wieder zu treffen.

Ack van Rooyen, den atemberaubenden Flügelhornisten kennen manche vom Konzert mit Jiggs Whigham aus letztem Dezember. Auch er spielte bereits mit allem, was Rang und Namen hat.

Hans Braber kommt ebenfalls wie Ack aus den Niederlanden. Er studierte klassisches Schlagzeug am Königlichen Konservatorium in Den Haag, außerdem in Boston und New York. Nach Abschluss seiner Ausbildung unterrichtete Hans Braber an verschiedenen Musikschulen, u.a. in Den Haag und an der Rheinischen Musikschule in Köln, wo er bis heute als Dozent tätig ist. Zeitgleich begann seine Karriere als Jazzmusiker. Seit Anfang der 80er Jahre ist der Drummer auf allen großen Jazzfestivals (Leverkusener Jazztage, Jazzrallye Düsseldorf, Jazzfestival Mülheim, Jazzfestival Burghausen) und in den bekanntesten Jazzclubs (Birdland Hamburg, Stadtgarten Köln, Jazzkeller Frankfurt) zu Hause.

> Don Friedmann




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