Lee Shaw Trio feat. Johannes Enders – Fr. 5. Juni 2009 – 20.30 Uhr
Lee Shaw (p), Rich Syracuse (b), Jeff Siegel (dr), Johannes Enders (sax)

Lee Shaw

Johannes Enders
Gewinner des Neuen Deutschen Jazzpreis Mannheim 2007 als bester Solist. (JE)
Johannes Stefan Enders (* 12. Mai 1967 in Weilheim in Oberbayern) ist ein deutscher Jazzsaxophonist.
Während seiner Schulzeit im oberbayerischen Ort Weilheim spielt er Anfang der 1980er Jahre in der Musikschul-Bigband. Gemeinsam mit seinen Freunden Micha und Markus Acher (The Notwist) gründet er seine erste Band.
Im Anschluss an seine Schulzeit studiert er Musik auf dem Konservatorium in München, anschließend ab 1988 Jazz an der Hochschule für Musik und Kunst in Graz. 1990 empfiehlt ihn der Ex-John Coltrane-Bassist Reggie Workman an die New Yorker New School, wo er u.a. bei Dave Liebman und Jerry Bergonzi studiert. In den USA nimmt er unter anderem Unterricht bei Lee Konitz, Branford Marsalis, Donald Byrd, Kenny Werner, Jimmy Cobb und Jim Hall. Nach seinem USA-Aufenthalt tourt er durch Südafrika und nimmt dort 1992 die CD Reflections of South Africa mit dem Hilton Schilder-Trio auf.
Anschließend kehrt er nach Weilheim zurück. Seit den 1990er Jahren spielt er mit den Acher-Brüdern, Andreas Gerth, Caspar Brandner und Ulrich Wangenheim in der Band Tied & Tickled Trio. Zusammen mit Martin Scales (gitarre), Patrick Scales (bass), Stefan Schmid (piano) und Falk Willis (drums) bildet er 1993 die Gruppe Scalesenders. 1993 kommt er in die Endrunde des Thelonious Monk Wettbewerbs in den USA.
1996 gründet er mit dem Pianisten Roberto di Gioia ein eigenes Quartett. Die Formation Enders Room (seit 2002 mit z.T. Rebekka Bakken, Wolfgang Haffner und Joo Kraus) erweist sich als gehaltvolles und letztlich auch erfolgreiches Elektrojazz-Projekt in der Tradition von Bugge Wesseltoft oder The Cinematic Orchestra. Enders programmiert dort auch, erzeugt elektronische Effekte und spielt Keyboards. In der Gruppe Triotope spielt er mit dem Bassisten Martin Zenker und dem Schlagzeuger Billy Hart.
1990 erhielt er den Silver Award beim American MusicFest in San Francisco und 1998 den Musikförderpreis der Stadt München . 2003 wurde ihm der SWR-Jazzpreis und 2007 der Neue Deutsche Jazzpreis verliehen.
> Johannes Enders
> Lee Shaw Trio
Franck Tortiller Trio – Mi. 10. Juni 2009 – 20.30Uhr
Frank Tortiller (vib), Patrice Héral (dr), Yves Torchinsky (b)

Frank Tortiller
1. Preis als Solist am Concours International de Jazz de la Défense 1989. (FT)
Franck Tortiller (* 1963) ist ein französischer Jazz-Vibraphonist, Marimba-Spieler, Komponist und Bigband-Leader.
Tortiller studierte am Konservatorium von Dijon und danach in Paris am CNSMDP (Conservatoire national supérieur de musique et de dance de Paris), wo er Percussion studierte (und Musiktheorie, 1.Preis für Musik-Analyse des CNSMDP). 1989 gewann er als Solist den ersten Preis beim Concours de la Défense. Er begleitete Juliette Gréco und war Mitglied des Quintetts von Claude Barthélémy. Sein erstes Album unter eigenem Namen „Les Jours de Fete- Hommage a Jacques Tati“ erschien 1996 (CC Production, Trio mit dem Schlagzeuger Pascal Vignon und dem Bassisten Yves Rousseau). Weitere Trio Aufnahmen sind „Early Dawn“ (2005) mit dem Schlagzeuger David Duteil und dem Bassisten Yves Torchinsky und „Impertinance“ mit Michel Godard (Tuba) und Patrice Héral (Percussion). Letztere bilden auch sein augenblickliches (2007) Trio. Außerdem tritt er Solo und im Duo mit Héral auf.
Seit 1993 war er Mitglied des Vienna Art Orchestra (Aufnahmen „American Rhapsody“ mit Dee Dee Bridgewater und Shirley Horn, „Duke Ellington and Charles Mingus“).
Von 2005 bis 2008 ist er Leiter des Orchestre National de Jazz (Alben „Electrique“, der Led Zeppelin-Tribute „Close to Heaven“, „Sentimental ¾“, für das sie 2007 den Django d’Or (Frankreich) als beste Live-Musik erhielten).
Als Komponist schrieb er u.a. Auftragskompositionen für das Orchestre de Massy und Radio France. Er ist Gründer des Festivals „Jazz à Couches“.
> Frank Tortiller
Anke Helfrich Trio – Fr. 26. Juni 2009 – 20.30 Uhr
Anke Helfrich (p), Dietmar Fuhr (b), Dejan Terzic (dr)

Anke Helfrich
„Mal groovig funkig, dann wieder getragen sanft in den Balladen. Es fällt schwer, diese Vielfalt in Worte zu fassen, ohne dass es einfältig oder abgedroschen klingt. Das ist nicht nur ein Gelegenheits-Ensemble, das sich für ein paar Abende zusammenfindet. Das Anke-Helfrich-Trio swingt sich aufeinander ein – lässt dem Einzelnen aber dennoch genug Luft für eigene Soli, phantastische und schweißtreibende, zum Teil auch amüsante Einlagen, die nie das große Ganze aus dem Auge verlieren. Diese Musik will erzählen, mitteilen, ist vielschichtig und trotzdem nicht zu komplex.” Jazzzeitung
> Anke Helfrich
