The new Walter Lang Trio – Di. 13. Januar 2009 – 20.30 Uhr
Walter Lang (p), Thomas Markusson (b), Sebastian Merk (dr)

"...ein beeindruckendes Beispiel moderner Jazzmusik, die von witzigen Andeutungen und Brillianz lebt!" (Schwabmünchner Allgemeine)
Walter Lang Trio
Seit 1999 leitet der Pianist Walter Lang das Walter Lang Trio mit Nic Thys am Bass und Rick Hollander am Schlagzeug mit erfolgreiche Veröffentlichungen wie „Walter Lang Trio Plays Charles Chaplin“ (1999), „Across The Universe“ (2002), „Lotus Blossom (2003) sowie „Softly as in a morning Sunrise“(2005). Das japanische Jazzmagazin Swingjournal verlieh der CD „The Sound Of A Rainbow" (2005) den "Best sounding CD Award" und der CD "Romantische Strasse" den "Gold Disc Award". Das Trio geht seit Jahren, insbesondere in Japan, auf ausgedehnte Tourneen. Im Jahre 2008 wurde das Walter Lang Trio neu formiert: Thomas Markusson aus Göteborg/Schweden spielt Kontrabass und der neue Schlagzeuger ist Sebastian Merk aus Berlin.
> Walter Lang
Doppelkonzert:
Sheila Jordan Duo – Sa. 24 Januar 2009 – 19.30 Uhr
Sheila Jordan (voc), Christoph Sänger (p)

"Sheila Jordan is one of the jazz world´s best
kept secrets." (Blue Note)
Sheila Jeannette Jordan, geb. Dawson, kam am 18. November 1928 in Detroit zur Welt und wuchs in armen Verhältnissen auf. Auch als sie Mitte der 40er-Jahre begann, mit Bebop-Musikern ihre außergewöhnlichen stimmlichen Fähigkeiten zu erproben, dann ab 1950 in New York nach einem kurzen Studium bei Lennie Tristano regelmäßig in Clubs auftrat, konnte sie nicht vom Jazz leben. Sie schlug sich mit Bürojobs durch, vor allem nach der Geburt ihrer Tochter, die sie nach ihrer Scheidung von dem Pianisten Duke Jordan allein erzog. Obwohl sie die erste Vocalistin war, die Instrumentalchorusse, die ganzen Bebop-Phrasen, nachsingen konnte – noch vor Lambert/Hendricks/Ross hatte sie eine solche Vokalgruppe geleitet –, und obwohl die Musiker sie hoch schätzten, gelang ihr der Durchbruch nicht. Erst 1962 nahm sie mit „Portrait of Sheila“ ihr erstes eigenes Album auf, sang ihre Scats in größeren Clubs und 1964 beim Newport Festival. Ihre Jobs konnte sie noch lange nicht aufgeben. Es war ein hartes Leben.
Mitte der 60er-Jahre kam sie erstmals nach Europa. George Russel engagierte sie für einen Gig in Ronnie Scott’s. Seitdem reiste sie öfter nach Europe, wo ihre Art, Jazz zu interpretieren, mehr akzeptiert wurde als in den Staaten. Vielleicht sei sie den amerikanischen Zuhörern, wie sie vage formuliert, ein wenig zu „abenteuerlich“, zu anders erschienen. Für damals wie heute nimmt sie, mit voller Berechtigung, für sich in Anspruch: „Ich habe meinen eigenen, unverwechselbaren Sound. Ich klinge nicht wie auch nur eine der anderen großen Jazzsängerinnen. Mit keiner von ihnen kann man mich identifizieren.“ Mittlerweile zolle man ihr aber auch in Amerika weithin Respekt, und sie sei weit besser beschäftigt.
In Europa kann sich Sheila Jordan über mangelnde Nachfrage nicht beklagen, als Mitglied von Jurys und als Lehrerin in Workshops. Sie unterrichtet mit anderen als den Schulmethoden. Technik sei wichtig, aber nicht alles. Als „natural singer“ vermittle sie ihre spezifische Art des Hörens und Improvisierens: „Jazz is listening and feeling. If you feel it you got it.“ Auch als Sängerin erhält sie viele Einladungen, weniger von den großen Festivals, sondern – in gegenseitiger Wertschätzung – von europäischen Musikern. In den letzten Monaten erst gastierte sie in Italien, Portugal und Deutschland, hier zum wiederholten Mal bei Sabine Kühlichs Erfolgsprojekt „Two Generations of Singers“. Im Dezember folgt ein Gastspiel mit Aldo Romano in Paris.
Ihren 80. Geburtstag feiert sie dann aber doch in ihrer Heimat. Vom 18. bis 20. November tritt sie im angesagten Dizzy’s Club ‚Coca Cola’ im Lincoln Center in New York auf, mit dem Trio ihres langjährigen Pianisten Steve Kuhn u n d einem String Quartett. Damit erfüllt sie sich einen lang gehegten Wunsch, den sie zwar 1993 auf ihrem Album „Heart Strings“ im Studio, aber als Performance nur in Italien und Kanada, noch nie in den USA realisieren konnte. Danach wird sie zwei Tage in der „Upstairs Jazz Bar“ in Montreal weiter feiern, mit ihrem zweiten Lieblingsprojekt „Bass & Voice“, früher mit Harvey Swartz und Steve Swallow, seit 2000 mit Cameron Brown.
Sheila Jordan birst noch immer vor Tatendrang: „Die Arbeit hält mich jung, und ich werde sie – als eine Botschafterin des Jazz – fortsetzen, bis ich diese Erde verlasse.“ Und sie ist sich sicher: „Es gibt eine Menge begabter junger Leute, von denen die Kunst des Jazzgesangs weiter getragen wird.“
Dietrich Schlegel, Jazzzeitung
> Sheila Jordan
New Territory – Sa. 24 Januar 2009 – 19.30 Uhr
Martin Zenker (b), Tim Armacost (sax), Chris Varga (vib), Rick Hollander (dr)

Maßgeschneidert auf die virtuose Spielfreude der
Bandmitglieder entsteht eine neue Mischung
erfrischender Musik die dem Jazz ein neues
Gewand verleiht.
Die Band
New Territory ist die neue Formation des in München lebenden und international tätigen Bassisten Martin Zenker. Der Bandname ist Programm: Alle Kompositionen stammen ausschliesslich aus der Feder von Martin Zenker, in denen er die Einflüsse aus zahlreichen Tourneen und Reisen auf der ganzen Welt verarbeitet hat. So ist auch die exquisite Wahl der Musiker, die Zenker für sein neues Projekt ausgesucht hat, nicht verwunderlich. Der New Yorker Saxophonist Tim Armacost, und der in Seoul lebende Ameikaner Chris Varga gehören zu den besten Ihres Fachs, der in München lebende Amerikaner Rick Hollander und Martin Zenker selbst bilden das Rückgrat in vielen begehrten Rhythmusgruppen in Europa. Alle vier haben in unterschiedlichem Kontext jahrelang zusammengearbeitet und bilden dadurch eine ideale Einheit für dieses anspruchsvolle Projekt. Nach der überaus erfolgreichen Arbeit als Leader der Band UGETSU geht Zenker mit seiner neuen Formation New Territory neue Wege und erweitert den Begriff „Contemporary“ um eine neue Facette. Maßgeschneidert auf die virtuose Spielfreude der Bandmitglieder entsteht eine neue Mischung erfrischender Musik die dem Jazz ein neues Gewand verleiht.
Die Musiker
Martin Zenker, Bass, Leader, Composer
Geboren 1970 in München, arbeitet Zenker seit 1989 als professioneller Musiker in allen Bereichen und auf allen Kontinenten. Nach dem Studium am RSK München begann 1991 die erste Zusammenarbeit mit Rick Hollander und Tim Armacost. Von 1996 - 2000 leitete er seine eigene Band UGETSU die weltweit mehrere Tourneen absolvierte, unter anderem nach Australien, China und Südafrika, dokumentiert auf zahlreichen Aufnahmen. Nebenbei häufige Zusammenarbeit mit James Moody, Conte Candoli, Jimmy Cobb, Ed Thigpen, Billy Hart, Johannes Enders und anderen. Neben seiner Tätigkeit als Leader von New Territory leitet Zenker auch die Band Bass ´n´ Bass zusammen mit dem Münchner Bassisten Andreas Kurz, die sein solistisches Können in den Vordergrund stellt, während bei New Territory der Fokus auf seinen kompositorischen Fähigkeiten liegt. Ausserdem ist er festes Mitglied der New Yorker Band Universal Language um den Trompeter Valery Ponomarev und Don Braden, die regelmässig auf Festivals und in Clubs in den USA gastiert und des Trios des des Schlagzeugers Billy Hart.
Schlagzeugers Billy Hart
Seit 2004 ist er Gastdozent an der Universität von Seoul/Südkorea.
Ausgewählte Discographie:
UGETSU Live in Athens
UGETSU There´s Something on the Way
UGETSU Live in Shanghai
UGETSU Cape Town Blues
UNIVERSAL LANGUAGE The Messenger (mit Jimmy Cobb)
Conte Candoli Quartet Live at Birdland
Claus Raible Trio Live at Birdland (mit Ed Thigpen)
Al Porcino Big Band Live at Nachtcafe
Mariette Radtke Sextet Motion Club
Sebastian Hoess Sextet Wonder
Billy Hart Trio Live in Europe
UNIVERSAL LANGUAGE Beyond the Obvious
Tim Armacost, Saxophon,
verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit Zenker und Hollander. Der in Los Angeles geborene Weltbürger Armacost wuchs zunächst in Japan auf, bevor er seinen Wohnsitz zunächst nach New York, dann nach Amsterdam verlegte, wo er als Dozent am Sweelink Konservatorium tätig war. Nach einem längeren Studienaufenthalt in Indien zog er schliesslich wieder nach New York, wo er seit nunmehr 1993 Bestandteil der Jazzszene ist. Ebenso wie Zenkers Herangehensweise an die Musik ist auch Tim Armacost geprägt durch die Erfahrungen mit anderen musikalische Kulturen, was seinem Spiel enorme Souveränität und Kraft verleiht. Dies stellt er regelmässig auf Tourneen mit seinem eigenen Quartett mit Bruce Barth, Ray Drummond und Billy Hart unter Beweis. Als Sideman war er unter anderem mit Al Foster, Jimmy Cobb, Kenny Baron, Roy Hargrove, Randy Brecker und vielen mehr auf der Bühne.
Chris Varga, Vibraphon
stammt aus Nebraska, von wo er früh nach Chicago übersiedelte und Teil der dortigen lebendigen Jazzszene wurde. Seit einigen Jahren lebt er in Seoul, Südkorea, wo er als Dozent an verschiedenen Universitäten sowohl Vibraphon als auch Schlagzeug unterrichtet. Auf verschiedenen Tourneen in Asien und den USA gastierte er unter anderm mit Peter Bernstein, Ulf Wakenius und vielen anderen. In Seoul ist er sowohl als Bandleader als auch als sideman extrem gefragt und aktiv. Chris Varga´s Spiel besticht durch harmonische Finesse und stilistische Souverenität.
Rick Hollander, Schlagzeug,
geboren 1956 in Detroit, Michigan, begann im Alter von neun Jahren Schlagzeug zu spielen. Zunächst studierte er bei Gene Stewart und Roy Brooks, bevor er später das Oakland Comunity College besuchte um Klavier, Theorie und Komposition zu studieren.
1979 zog Hollander nach New York und 1987 nach Europa. Durch seine Konzerte und Studioproduktionen mit Grössen wie Woody Shaw, James Moody, Tim Hagans, Roy Hargrove, Walt Weiskopf, Brad Mehldau, Philippe Catherine und vielen anderen kann er auf eine aussergewöhnliche Erfahrung zurückblicken.
Als Bandleader tourte Rick Hollander mit seinem eingenen Quartett regelmässig in Europa, Japan und den USA.
Sein ausgesprochen musikalisches Spiel ist auf über 40 CDs dokumentiert.
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> Chris Varga
