Konzerte im Dezember 2009
Elina Duni Quartett – Fr. 4. Dezember 2009 – 20.30 Uhr
Elina Duni (voc), Colin Vallon (p), Bänz Oester (b), Norbert Pfammatter (dr)

Elina Duni Quartett
"Das Staunen über die pure Schönheit, über diese Gleichzeitigkeit von Melancholie, Euphorie und musikalischem Draufgängertum in der Musik dieser Frau und deren erstaunlicher Band." Konrad Heidkampf, DIE ZEIT
Elina Duni, Gesang
Da ist zuerst diese absolut faszinierende Stimme - eine Stimme im Schnittpunkt zwischen Euphorie und Melancholie, eine Stimme, die vielen Gänsehaut den Rücken hinunterjagen dürfte. Dann ist da diese fesselnde Bühnenpräsenz: magisch und zugleich vollkommen unprätentiös. Elina Duni lebt die Musik mit kaum zu überbietender Intensität und Leidenschaft - mit jeder Pore ihres Körpers.
Colin Vallon, Klavier
Wo die meisten anderen Jazzpianisten bereits am Ende ihres Lateins angekommen sind, da fängt Colin Vallon erst richtig an. In atemberaubender Manier und mit einem Maximum an Verve und Chuzpe bringt er Formbewusstsein und Experimentierfreude unter einen Hut - er jongliert nicht nur mit Melodien und Harmonien, sondern integriert auch eine Vielzahl präparierter Klänge in sein Spiel.
Bänz Oester, Kontrabass
Der rebellische Romantiker Bänz Oester vereint in sich alle Tugenden eines "perfekten" Jazzbassisten. Er verfügt über einen vollen, warmen, singenden Sound, den er zuweilen surrealistisch verfremdet. Mit seinem zwischen essenzieller Schnörkellosigkeit und virtuosem Esprit oszillierenden Spiel übernimmt er je nach Situation die Funktion des ruhenden Pols und des vitalen Impulsgebers.
Norbert Pfammatter, Schlagzeug
Dieser grandiose Groove-Jongleur und Entfesselungskünstler beherrscht die Kunst der urplötzlichen Gewichtsverlagerungen und Akzentverschiebungen wie nur wenige Schlagzeuger. Norbert Pfammatter ist ein sensibler Berserker - mit seinem polyrhythmischen Furor, seiner frei pulsierenden Energie und seinem unerschöpflichen Arsenal an Klängen drückt er der Musik seinen Stempel auf.
Bill Carrothers Trio – Sa. 19. Dezember 2009 – 20.30 Uhr
Bill Carrothers (p), Dré Pallemaerts (dr), Nicolas Thys (b)

Bill Carrothers
Der amerikanische Pianist Bill Carrothers ist ein stiller Querdenker. Einst in New York als sensationelle Entdeckung und Partner von Größen wie Gary Peacock und Bill Stewart gefeiert, zog der Musiker vor ein paar Jahren nach Michigan. Von dort aus spürt Carrothers, der unter anderem Auszeichnungen wie den Deutschen Schallplattenpreis und den französischen "Diapason d'or" erhielt, radikal seinen eigenen musikalischen Vorstellungen und Programm-Konzepten nach. Seine Interpretationen von bekannten Stücken sind oft um einen verblüffenden, subtilen Dreh anders als die meisten. Und es ist jedes Mal auch hochgradig spannend, welche Stücke er auswählt.
Der 1964 geborene Bill Carrothers ist Meister einer seltenen Kombination: Er spielt Musik von hohem intellektuellen Reiz, die aber auch eine ganz direkte Emotionalität hat. Subtile Musterbeispiele dafür, dass er das kann, sind bereits die anderen beiden Pirouet-CDs ("I love Paris" von 2005 und "Keep your sunny side up" von 2007).
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