Konzerte im November 2008

 

Ernie Watts Duo – 4. November 2008 – 20.30 Uhr
Ernie Watts (sax), Christoph Sänger (p)


Der zweimalige Grammy Award Gewinner Ernie Watts ist einer der vielseitigsten und kreativsten Saxophonisten der weltweiten Musikszene. In seiner über 30 Jahre umspannenden Karriere wird er in mehr als 500 Einspielungen von Künstlern gefeatured, angefangen von Cannonball Adderly bis hin zu Frank Zappa, in denen stets das Markenzeichen seines unvergleichlichen Sounds zum Tragen kommt.

Nach seinem Studium am berühmten Berclee College of Music wurde er 1966 direkt in die Buddy Rich Bigband berufen. Als Watts 1969 nach Los Angeles übersiedelte, spielte er in den Bigbands von Gerald Wilson und Oliver Nelson. Damals bahnte sich mit der Gründung des Quartet West auch seine Zusammenarbeit mit Charlie Haden an, die Jahrzehnte dauern sollte. Er arbeitete neben vielen anderen mit Pat Metheny, Gene Harris, Kenny Barron und Jack DeJohnette auf unzähligen Aufnahmen und Konzerten zusammen. Mit bis heute 18 Alben unter seinem Namen hat er ein beeindruckendes künstlerisches Werk geschaffen, sowohl im Studio als auch auf den großen Bühnen der Welt.

Nun wird dieser große Künstler mit seinem Pianisten, Christoph Sänger, mit dem er seit 1999 zusammen in Europa konzertiert, am 4. November nach Reutlingen kommen. Ein Abend, den Sie nicht verpassen sollten!

ernie watts
Foto: Alexander Birmili


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Ernie Watts



Colin Vallon Trio – 20. November 2008 – 20.30 Uhr

Colin Vallon (p), Pat Moret (b), Samuel Rohrer (dr)

„I´d feel fairly sure that an essential part of Franz Schubert´s soul lives on in the body of Colin Vallon (born 1980)“. Larry Kartz. Eine spannende Multistilistik.

> Colin Vallon



Lühning – 27. November 2008 – 20.30 Uhr
Inga Lühning (voc), Mario Mammone (g), Helmuth Fass (b), Christian Thomé (dr)

Im musikalischen Dreiländereck zwischen Jazz, Pop und Elektronik bewegen sich Lühning auf ganz neuen Pfaden. Denn das Quartett um die Sängerin Inga Lühning hat aus den unterschiedlichen Einflüssen der Bandmitglieder einen ganz neuen, sehr originellen Sound entwickelt. In ihren Liedern geht es um eigene Erfahrungen und Gefühle, die sich dem Hörer glücklicherweise ohne jeden Reimzwang ins Ohr schlängeln. Im Gegenteil: die schnörkellose Stimme von Inga Lühning weckt sofort den Wunsch, mehr von ihr zu hören.

Inga Lühning hat sich seit dem CD-Debut im Quartett "Lühning" (2002) Zeit gelassen und lange Wege zurückgelegt. Entfernung nennt die in Köln lebende Sängerin ihr zweites, deutschsprachiges Album. In Arnheim (Niederlande) und Virginia (USA, Ostküste) studierte sie in den 90ern Gesang, für das Goethe-Institut war sie in Addis Abbeba/Äthiopien. Tourneen mit den Fantastischen Vier und als Stimme von re:jazz brachten sie auf die großen Bühnen und neben Joachim Król war sie in Andreas Schneermanns W.H. Auden-Vertonungen zu hören. Egal in welchem musikalischen Kontext Inga Lühning agiert: Sie hat Stil.

Die reduzierten Basslinien von Helmuth Fass (Megashira, Nosliw) lassen ihr dabei genauso viel Platz wie für das dichte Spiel des Schlagzeugers Christian Thomé (Markus Stockhausen Trio, Arnie Bolden). Mario Mammone (Lirico) prägt mit luftig angedeuteter Gitarre, manchmal eingekocht zu hypnotischen Loops, den so unerhört transparenten Lühning-Sound.

„Entfernung“ wurde von Lars Bartkuhn (Sonar Kollektiv, Passion Dance Orchestra) produziert und ist damit wohl eine der interessantesten Platten 2008: voller Überraschungen, musikalischer Grenzüberschreitungen und liebevoller Details. Auf die Frage jedenfalls, wie viel Kunst Popmusik vertragen kann, kennen Lühning eine Antwort: eine ganze Menge!

> Lühning


 

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